MGV Havixbeck - Das Konzert

Das Konzert



Tausend rote Rosen und tosender Applaus,

so lautete die Überschrift der Westfälischen Nachrichten zum Herbstkonzert des MGV Cäcilia 1860 Havixbeck, das am 18.11.03 im Forum der Gesamtschule stattfand. Wie alljährlich, zu dieser Jahreszeit, veranstaltete der Männergesangverein ein großes Chorkonzert. In diesem Jahr hatte der MGV den Popchor "Schräge Vögel" aus Enningerloh eingeladen. Dieser Chor wird von Andreas Warschkow, der auch die Arrangements selber schreibt, geleitet. Das Repertoire ist breit gestreut. Es umfasst die Palette moderner Popmusik genau so wie Filmmusiken und Musicals. Es wird überwiegend in englischer Sprache gesungen. Der Chor wird rhythmisch sehr exakt und einfühlsam von seinem Dirigenten geleitet. Mit von der Partie waren der Pianist Gerd van Gember, am Kontrabass Dr. Johannes Echterhoff und am Schlagzeug Andreas Völker. Die Gesamtleitung lag in den Händen des Chorleiters Leo Michalke.

Eröffnet wurde das Konzert mit "Wunderbar" aus "Kiss me, Kate" von Cole Porter. Dieses Musikstück wurde vom MGV dynamisch vorgetragen. Mit dem Lied "Man müsste noch mal zwanzig sein" sang sich unser Solist Theo Henrichmann in die Herzen der Zuhörer. Dieses Stück wurde durch den rheinischen Liedersänger, Willi Schneider, bekannt. So manchem aus dem Publikum ist dieser Oldie aus den sechziger Jahren noch gut in Erinnerung. Das "Lied der Berge", das durch den Montanara Chor bekannt wurde, ist besonders einfühlsam vom MGV dargeboten worden. Das besondere Highlight dieses Stückes war die Solopartie von Franz Kückmann.

Nun traten die "Schrägen Vögel" auf. Sie begannen mit dem Stück "El Haderech" von N. Hirsch, noch sehr moderat, um sich mit den Stücken "Exodus" von E. Gold und "May it be" aus "Herr der Ringe" von N. u. R. Ryan in einen sehr rhythmischen Rock zu steigern. Der MGV leitete dann die Zuhörer wieder in geordnete Männerchorklänge hinüber. Der Chorsatz "Rivers of Babylon" von Peter Flammen ließ besonders den Bässen freien Lauf, so dass die Harmonie und der Chorklang besonders auf die Zuhörer wirkte.

Franz Kückmann stellte sich mit dem Stück "Mattinata" von Ruggiero Leoncavallo vor. Mattinata , das Morgenständchen, ist bekannt geworden durch den großen Tenor Luciano Pavarotti. Franz Kückmann sang sehr gefühlvoll, selbst das hohe H meisterte er mit Bravour. Mit dem Stück "Spanish Eyes" entließ der MGV die Zuhörer in die Pause.

Der zweite Teil des Konzertes führte die Besucher nach Italien. Der Männerchor brachte die Erfolgslieder der fünfziger Jahre, "Bella, bella Donna", "O mia bella Napoli" und die "Capri Fischer", zu Gehör. Diese Melodien waren richtige Ohrwürmer. In diese Reihe passte auch das Solostück "Tausend rote Rosen blüh`n in dem Land der Liebe", das der Bariton, Heinz Bernemann, vortrug. Dieses Stück ist aus dem Spielfilm "Ein Walzer für Dich" von Will Meisel. Heinz Bernemann gab dem Stück den Charakter einer Serenade, so wie es der Komponist vorgesehen hat.

Jetzt waren die "Schrägen Vögel" mit den Stücken "Can you feel the love tonight" aus "König der Löwen", "Blue Moon" und "Lean on me" an der Reihe. Mit einem parkplatzsuchenden Zeitgenossen - einer Burleske - endete der homogene Auftritt der Enningerloher Sängerinnen und Sänger. Das Konzert klang mit dem Lied "Colonel Bogy-Marsch" aus. Der nicht enden wollende Beifall forderte eine Zugabe. Die Chöre ließen sich nicht lange bitten und mit "Danke schön" und dem gemeinsamen Stück "Sierra Madre" entließen die Akteure das Publikum mit dem Fazit, dass man sich im nächsten Jahr wiedersehen werde.

Die Schrägen Vögel

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