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Ein Konzert der besonderen Art erlebten in diesem Jahr die rund 400 Besucher des traditionellen Herbstkonzertes des Männergesangvereins „Cäcilia“ 1860 Havixbeck: Unter dem Motto „Blues und Gesang“ gestaltete der MGV gemeinsam mit dem „Christian Bleiming Boogie Trio“ das diesjährige Konzert.
Nach der offiziellen Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des MGV, Anton Gerdes, stellte dieser dem Publikum den neuen Chorleiter Markus Reidegeld vor, der seit dem 1. August 2004 dem Chor die „richtigen Töne“ beibringt. Den musikalischen Auftakt bildete das „Westfaolenleed“ nach einem Satz von Ferdinand Cluesmann, welches der Chor bereits im Sommer des Jahres für eine Fernsehsendung des WDR aufgezeichnet hatte, gefolgt von dem bekannten schwäbischen Volkslied „Zum Städtle hinaus“. Beide Stücke meisterte der MGV sehr souverän und stellte seine Fähigkeiten beim a-capella Gesang unter Beweis. Bei diesen beiden Vorträgen, sowie einem weiteren Stück im Verlauf des Konzertes wurde der Chor von Herbert Rabuske dirigiert, da Markus Reidegeld krankheitsbedingt noch nicht wieder voll einsetzbar war.
Mit fetzigen Tönen aus dem Bereich der Jazzmusik heizte nun das mit viel Vorschusslorbeeren angekündigte „Christian Bleiming Boogie Trio“ dem Auditorium mächtig ein. Stielvoll gelang es den Musikern ihre Musik auf das Publikum zu übertragen, welches klatschend oder fingerschnippend die Vorträge beigeistert verfolgte.
Unter die südliche Sonne Italiens entführten anschließend die Sänger des MGV mit dem bekannten Stück „Capriccio“ nach einem Satz von Hermann Ophoven, welches auch nun vom eigentlichen Leiter des MGV, Markus Reidegeld, dirigiert wurde. Als absolutes Novum wurde der Chor in diesem Jahr erstmals nur am Flügel begleitet. Der 24 – jährige Musik- und Germanistikstudent Herbert Rabuske aus Köln glänzte durch sein harmonisches Spiel und geleitete den Chor souverän durch seine Vorträge. Gefühlvoll trug nun der Tenor Franz Kückmann sein Stück „Maria“, entnommen aus der West Side Story von Leonard Bernstein vor, ebenfalls gekonnt begleitet von Herbert Rabuske am Flügel. Bereits im Jahre 1999 hatte der Chor das bekannte Stück „Die kleine Kneipe“ eingeprobt, welches der früheren Vereinswirtin des MGV, Marlies Zumbusch, gewidmet wurde. Gekonnt und präzise trug der MGV dieses Stück nun vor, bei dem auch die Unterschiede zwischen piano und forte exzellent herausgestellt wurden. Chorleiter Markus Reidegeld animierte die Zuhörer beim Refrain des Stückes zum Mitsingen und es war ein tolles Erlebnis, Chor und Zuhörer klanglich zu vereinen.
Bis zur Pause waren nicht nur der Vorsitzende des Sängerkreises Heinz Niesstegge und Bürgermeister Gottschling überzeugt von der Abwechslung und der Qualität des Musikereignisses. Auch die Zuhörer konnten feststellen, dass in den vergangenen Monaten hart gearbeitet wurde und der Chor eine überzeugende musikalische Visitenkarte abgab.
Den musikalischen Reigen eröffnete nach der Pause wieder das „Christan Bleiming Boogie Trio“ mit schwungvollen Rhythmen, bevor die Sänger des MGV das Publikum in die Welt des Musicals entführte. Mit den Stücken „Hello Dolly“ und „Das gibt’s nur einmal“ erntete der Chor auch hier den verdienten Applaus für seine harmonische Darbietung. Aufgelockert wurde dieser Block durch das Stück „Sing mir das Lied noch einmal“, vorgetragen durch den Bariton Heinz Bernemann.
Nach einem erneuten Block durch das „Christian Bleiming Boogie Trio“ hatte nun Herbert Rabuske seinen Auftritt. Der junge Musiker erhält seit 10 Jahren professionellen Gesangsunterricht und kann bereits auf viele, erfolgreiche Auftritte als Tenorsolist (z.B. Arien aus dem „Messias“ von G.F. Händel oder dem „Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach) zurückblicken. Dass der 24 – jährige, aufgewachsen in Lippstadt, aber auch noch ganz andere Töne anschlagen kann, bewies er bei dem von ihm gesungenen Stück „Guck doch nicht immer nach dem Tangogeiger hin“ von Friedrich Hollaender, bekannt aus den zahlreichen Ufa - Filmen, begleitet von Markus Reidegeld am Flügel. Ganz im Stiele eines Tangos trug er sein Stück völlig frei vor und erntete für seinen professionellen Vortrag und seine lustige Choreographie einen verdient lang anhaltenden Applaus.
Dass die Sänger des MGV und deren hauseigene Solisten Heinz Bernemann und Franz Kückmann auch gemeinsam harmonieren, zeigten die letzten beiden Stücke „Zigeuner spiel uns auf“ und „Feurige Herzen, roter Wein“ nach Sätzen des ehemaligen Kreischorleiters Otto Groll. Musikalisch überzeugend und gut akzentuiert trugen die Sänger ihre Stücke vor. Eine besondere Herausforderung an Sänger, Pianisten und Chorleiter stellen die ständigen Wechsel zwischen verschiedenen Tempi sowie Forte und Piano dar. All dies glückte den Ausführenden in gekonnter Form.
Abschließend bedankte sich der Vorsitzende des MGV, Anton Gerdes, bei allen Beteiligten. Hervorzuheben war hier der Einsatz von Herbert Rabuske, der bereits schon beim Probenwochenende (1 Woche vor dem Konzert) Chorleiter Markus Reidegeld bei den Stimm- und Gesamtproben unterstützte und somit maßgeblich zum guten Gelingen des Konzertes beigetragen hat. Schon heute darf man sich darauf freuen, dass die Zusammenarbeit mit Herbert Rabuske fortgesetzt wird und er schon jetzt für das Herbstkonzert 2005 sowie das Baumbergesingen der Männerchöre am 10.04.2005 in Appelhülsen verpflichtet werden konnte. Ebenso wird auch Chorleiter Markus Reidegeld seine erfolgreiche Arbeit mit dem MGV „Cäcilia“ Havixbeck fortsetzen.
Mit der Zugabe des MGV „Klänge der Freude“ von Edward Elgar setzte der Chor ein weiteres Highlight unter ein rundum gelungenes Konzert. Und so konnten die Besucher auf schöne, unvergessliche Stunden zurückblicken und die Klänge der Freude mit in die dunkle Jahreszeit nehmen. Man darf sich schon heute auf das Konzert am 13.11.2005 freuen! |